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Ruderpavillon Linz Innenansicht
Ruderpavillon Linz Innenansicht
Linz

Ruderpavillon

Beim 1991 realisierten Projekt war die planerische Überlegung des Architekten Dipl. Ing. Helmut ORTNER, dass die Tätigkeit im Inneren des Pavillons - rudern in einem mit Wasser gefüllten Becken – auch nach außen transparent werden sollte.
Das Dach wurde daher in Form eines Bootsrumpfes, im Innenraum mit sichtbaren Bootsrippen und Wanten, entworfen.
Die Umsetzung

Eine Symbiose
von Statik und Architektur

Für einen Baukörper von 16 m x 16 m Systemabmessungen wurden  brettschichtverleimte 3-Gelenksbinder im Querschnitt 14 x 42 cm im Abstand von 2 m je mit horizontalem Zugbandverschluss der Auflager mit ISTOR Ø 20 mm ausgebildet. Die statische Systemhöhe betrug im First 3,95 m. Aufgelagert wurden die Träger  einseitig auf eingespannten Stahlform-rohrstützen 150/150/5 auf + 2,60 m, auf der Gegenseite dienten Stahlbetonwände als Auflager.

Der Dachaufbau bestand aus einem Cu-Blechdach auf Schalung und Pappe, Konterlattung (in den engen gekrümmten Dachbereichen bogenförmig verleimt),  8cm Hartschaumstoffdämmung Pappe und über den Binderachsabstand von 2 m aus einer 40 mm F30 Tragschalung.

Ruderpavillon Linz Geometrie

Die Geometrie der speziellen Dachform wurde  je Trägerhälfte aus drei übergehenden Bogen-radien erzeugt. Vom Auflager konkav mit 1,85 m Bogenradius beginnend, dann übergehend mit konkav 36  m Radius auf ca. 4,50 m Sehnenlänge und zum First hin aufsteigend in konvexer Form mit 1,85 Radius. Um die  42 cm hohen Trägerquerschnitte mit derartig engen Biegeradien erzeugen zu können, mussten Einzellamellen von nur 9 mm Stärke gefertigt werden.

Die statische Berechnung hat auch aufgezeigt, dass im Mittelbereich mit 36 m Radius nur geringe Querzugspannungen gegeben waren und im konkaven unteren kleinen Radiusbereich sich nur negative Momente mit Querdruck ausbildeten. Im oberen kleinen Radiusbereich - zum First hin – gab es zwar positive Momente, doch zufolge der konvexen Formgebung war auch hier ein Querdruck gegeben.

Eine architektonische Ergänzung bildeten auf der Dachaußenseite gebogen hergestellte 10/ 8 cm sichtbare Dachrippen, sie wurden blechverkleidet und zeigten auch nach außen sichtbar in Andeutung die Dachkonstruktion.  

In Wertschätzung der umgesetzten Architektur kann das Objekt auch noch heute als ein Vorzeigeobjekt von WIEHAG mit der Kompetenz für den Ingenieurholzbau  betrachtet werden.

Ruderpavillon Linz Profil
Bautafel
Bauherr
OÖ. Landesruderverband
Planung
Architekt Dipl. Ing. Helmut Ortner, Puchenau
Baustatik
Ziv. Ing. Dipl. Ing. Helmut Schiebel, Linz
Holzbaustatik
WIEHAG
Werkplanung
WIEHAG
Fertigstellung
1991
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